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Aktuelle Publikation: Wie Mitarbeiter mit Werteinkongruenz im Unternehmen umgehen

Mitarbeiter/-innen des Centers haben einen wissenschaftlichen Artikel in der Fachzeitschrift EJWOP veröffentlicht.

30.01.2019

Zusammenfassung

Was tun, wenn man merkt, dass die persönlichen Werte nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmen - wenn Kündigung keine Option ist? Mit dieser Frage befasst sich die aktuelle Publikation von Doblhofer et al., welche jüngst im European Journal of Work and Organizational Psychology veröffentlicht wurde. In ihren Studien befassten sich die Autoren damit, welcher Umgang mit Wertekongruenz positiv und welcher eher negativ mit dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden zusammenhängt. Ist es hilfreich, so zu tun, also teile man die Unternehmenswerte, obwohl dem gar nicht so ist? Oder sollte man die Abweichung der Werte einfach als etwas Positives betrachten? Oder sollte man ehrlich gegenüber anderen zugeben, dass man anderer Meinung ist, was wichtige Werte angeht? Die Ergebnisse weisen daraufhin, dass besonders letztere Strategie vielversprechend scheint. Die Autoren interpretieren die Ergebnisse folgendermaßen: Indem man seine Werteinkongruenz gegenüber anderen offenbart muss keine unnötige Energie dafür aufgebracht werden, "so zu tun, als ob", was für Erleichterung sorgt. Ebenfalls könnten auch andere Kollegen den Mut fassen und die eigene Werteinkongruenz zugeben, was möglicherweise ein erhöhtes Verbundenheitsgefühl bewirkt.

Publikation

Doblhofer, D. S., Hauser, A., Kuonath, A., Haas, K., Agthe, A. & Frey, D. (2019). Make the best out of the bad: Coping with value incongruence through displaying facades of conformity, positive reframing, and self-disclosure, European Journal of Work and Organizational Psychology, Advance online publication. doi: 10.1080/1359432X.2019.1567579

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