Peer-to-Peer-Mentoring
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Allgemeine Fragen

P2P PLUS Programm_D-EN

1. Wie läuft das P2P-PLUS Mentoring-Programm ab?

2. Welche Rolle hat der Mentor bzw. die Mentorin im Mentoring?

3. Was bietet das Mentoring für Geflüchtete (Mentees)?

4. Müssen sich Mentor/in und Mentee immer persönlich treffen? Wie häufig treffen sich Mentor/in und Mentee?

5. Wie viel Gestaltungsspielraum haben die Mentoring-Teams während des Mentorings?

6. Wie viele Mentees werden von einem Mentoren / einer Mentorin betreut?

7. Was tun, wenn sich der Mentor/ die Mentorin oder der Mentee nicht meldet?

8. Was tun, wenn der Mentee nicht mehr am Hinführungsprogramm teilnehmen möchte?

 

1. Wie läuft das P2P-PLUS Mentoring-Programm ab?

Das Angebot des P2P-Mentoring Programms gliedert sich wie auch das „klassische“ P2P-Mentoring in:

  • Umfangreiche Mentoren-Ausbildung im Rahmen von (Mentoring Basics, Mentoring Tools und Interkulturelle Kompetenzen)
  • Teilnahme der MentorInnen an einem Briefing
  • Regelmäßige Treffen zwischen MentorInnen und Mentee
  • Professionelle Betreuung durch das P2P-Mentoring Team
  • Abschlussveranstaltung mit Zertifikatvergabe an die Mentoren und Mentorinnen
  • Semesterbegleitende Evaluation des Programmes und Begleitforschung zu Schwerpunktthemen

Ablauf für Mentoren und Mentorinnen

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Die Teilnahme am Programm erstreckt sich für Mentoren und Mentorinnen (mit verpflichtender Mentoren-Ausbildung und Betreuung) über insgesamt zwei Semester.

Die Mentoren und Mentorinnen nehmen im Rahmen der Standard-Mentoren-Ausbildung an zwei Workshops (Mentoring Basics & Mentoring Tools, je 6 Stunden) teil*. Die zwei Workshop-Tage können unabhängig voneinander besucht werden. Darauf aufbauend besuchen alle interessierten P2P-PLUS Mentoren und Mentorinnen einen Interkulturellen Workshop. Es werden jeweils mehrere Ausbildungstermine angeboten.

Diejenigen Mentoren und Mentorinnen, die einen Mentee zugeteilt bekommen, nehmen zusätzlich an einem Briefing (5-6 Stunden) teil, das sie konkret auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Vor Semesterbeginn werden die Mentoren und Mentorinnen sowie Mentees in einem Matching-Prozess einander zugeteilt. Im Winter- und Sommersemester finden Zusatzveranstaltungen für Mentoren und Mentorinnen sowie Mentees statt. Die Teilnahme an den Zusatzveranstaltungen ist freiwillig.

Nach zwei Semestern endet die Betreuung offiziell mit einer Abschlussveranstaltung und der Überreichung der Zertifikate.
*Für Psychologiestudierende, die bereits die Veranstaltung „Soziale Kompetenzen“ (SoKo) besucht haben, ist der Besuch von Mentoring-Tools optional.nach oben


Ablauf für Mentees mit Fluchthintergrund

Das Programm erstreckt sich für Mentees über zwei Semester.
Vor Semesterbeginn werden die Mentoren und Mentorinnen sowie Mentees in einem Matching-Prozess einander zugeteilt. Die offizielle Betreuung der Mentees durch die Mentoren und Mentorinnen beginnt nach dem Matching Anfang Oktober.

Im Winter- und Sommersemester finden Zusatzveranstaltungen für Mentoren und Mentorinnen sowie Mentees statt. Die Teilnahme an den Zusatzveranstaltungen ist freiwillig. Nach zwei Semestern endet die Betreuung offiziell mit der regulären P2P-Abschlussveranstaltung und der Überreichung der Zertifikate an die Mentoren und Mentorinnen.

Wie läuft das Matching ab?

Nachdem sich die Mentoren bzw. Mentorinnen und Mentees für unser Programm angemeldet haben, führen wir mithilfe des Matching-Verfahrens passende Mentoring-Teams zusammen. Hierbei wird vor allem das Studienfach berücksichtigt. Ein Mentee erhält dabei zwei Mentoren/Mentorinnen.nach oben

Mentoring: Wie unterstützen Mentoren und Mentorinnen die Mentees?

  • Gemeinsamer Besuch von studienrelevanten Orten (z.B. Bibliotheken, Mensa, Studentenwerk)
  • Information, welche Ansprechpartner/innen bei studienbezogenen Problemen oder Fragen zuständig sind (z.B. Zentrale Studienberatung oder Referat Internationale Angelegenheiten)
  • Information über Studienablauf und -organisation (z.B. Prüfungsanmeldung, Praktikumssuche)
  • Information und Unterstützung bei privaten Angelegenheiten, die eng mit dem Studium verknüpft sind (z.B. Wohnungssuche oder Kommunikationsprobleme mit Kommilitonen)
  • Beantwortung von studienrelevanten und privaten Fragen (z.B. Wie bereite ich mich am besten auf die erste Prüfung vor? Darf ich meinen Professor anschreiben? Woher bekomme ich ein gebrauchtes Fahrrad?)
  • Sparring-Partner sein (z.B. in Vorbereitung auf die Deutschprüfung)
  • Gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • Aufmunterung, wenn‘s im Studium mal nicht so gut läuft

Es ist nicht die Aufgabe der Mentoren und Mentorinnen, die Probleme der Mentees zu lösen, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Lösungen zu finden. Zudem ist wichtig, dass die Mentoren und Mentorinnen ihre Grenzen kennen, wenn es um schwierige Themen geht, und diese auch kommunizieren.
Das P2P Plus-Team unterstützt euch in eurer Mentoring-Beziehung und steht euch gerne beratend zu Seite.nach oben

Zertifizierung

Mit dem Abschluss des Mentoring-Prozesses erhalten die Mentoren und Mentorinnen ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Peer-to-Peer-Mentoring Plus Programm der LMU. Die erfolgreiche Teilnahme am Programm beinhaltet die Ausbildung als Mentor/in und die Betreuung des Mentees für die Dauer von zwei Semestern.

Die Zertifikate werden im Rahmen der regulären P2P-Abschlussveranstaltung übergeben. Mentoren und Mentorinnen, die nicht an der Abschlussveranstaltung teilnehmen konnten oder die im laufenden Programm keinen Mentee betreuen konnten, aber an der Mentoren-Ausbildung teilgenommen haben, können ihr Zertifikat nach Absprache bei uns im Büro abholen oder erhalten dieses per E-Mail.

Anerkennung als Praktikumsleistung

Die Teilnahme als Mentor/in im Rahmen des Peer-to-Peer-Mentoring Programms (d.h. Absolvierung der Mentoren-Ausbildung und Betreuung der Mentees) kann in einigen Studiengängen bzw. -fächern als Praktikumsleistung anerkannt werden. Für nähere Informationen wende dich bitte an die Studien- oder Praktikumsberatung deines Faches.nach oben

2. Welche Rolle hat der Mentor bzw. die Mentorin im Mentoring?

Ein Mentor kann im Mentoring sehr unterschiedliche Rollen einnehmen und Funktionen erfüllen. Welcher Aspekt der Mentoren-Rolle im Vordergrund steht, hängt auch davon ab, welche Bedürfnisse der Mentee gerade hat. Ganz generell ist es die Rolle des Mentors oder der Mentorin seinen bzw. ihren Mentee zu fördern, indem die eigene Erfahrung und das Wissen an diese/n weitergeben werden.

Kathy Kram (1985) beschrieb in ihrer Forschung zwei grundlegende Funktionen von Mentoring: Zum einen können Mentor/innen karrierebezogen und zum anderen psychosozial unterstützen.

Sie unterstützen karrierebezogen, indem sie als Sponsoren und „Türöffner“ agieren, nützliche Kontakte vermitteln, Gelegenheit zur Selbstpräsentation bieten und damit die Sichtbarkeit ihrer Mentees erhöhen, sie mit positiven Herausforderungen konfrontieren, vor Konflikten schützen und ihnen helfen, karrierebezogene Ziele zu erreichen (Kaminski, Kennecke, Dlugosch, Weisweiler & Frey, in Druck).

Ganz konkret auf das Peer-to-Peer-Mentoring bezogen heißt das, dass Mentoren und Mentorinnen den Mentees z.B. Ratschläge geben, wie man erfolgreich studiert, Kontakt mit Dozenten herstellen, helfen Prüfungen zu bewältigen, unterstützen Praktikumsmöglichkeiten ausfindig zu machen oder gar einen Auslandsaufenthalt zu planen.

Zum anderen erfüllt die Mentoring-Beziehung psychosoziale Funktionen, d. h. der Mentor dient als Ratgeber, Vertrauter und Identifikationsfigur, vermittelt Akzeptanz und ermutigt den Mentee im Umgang mit neuen Herausforderungen (Kaminski, Kennecke, Dlugosch, Weisweiler & Frey, in Druck). Dieser Aspekt zeigt sich im Peer-to-Peer-Mentoring z.B. durch die Unterstützung bei der Gewöhnung an die neue Lebensphase als Student/in in einer fremden Stadt oder bei kleineren Sorgen und Problemen.nach oben

3. Was bietet das Mentoring für Geflüchtete (Mentees)?

Allgemein gesprochen ist es die Rolle des Mentees von seinen oder ihren Mentoren oder Mentorinnen zu lernen und Unterstützung während der Studieneingangsphase oder dem Wechsel vom Bachelor- ins Master-Studium zu erhalten. Daher ist es wichtig, dass die Mentees den Wunsch und die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung mitbringen und sich aktiv am Mentoring beteiligen.

Konkret heißt das, dass sie sich bei ihren Mentoren/ihren Mentorinnen melden, wenn sie Unterstützung möchten, sich an Verabredungen mit ihrem Mentor/ihrer Mentorin halten und sich beim P2P-Team melden, wenn sie Anregungen oder auch Probleme im Rahmen des Mentorings äußern wollen.nach oben

4. Wie häufig treffen sich Mentor/in und Mentee? Müssen sie sich immer persönlich treffen?

Wie häufig sich die Mentoring-Teams treffen, bleibt ihnen selbst überlassen. Erfahrungsgemäß treffen sich die Mentoring-Teams am Anfang des Mentorings häufiger und später seltener oder wesentlich informeller. Viele Fragen werden häufig gegen Ende des Mentorings per E-Mail, Telefonat oder WhatsApp geklärt. Nicht für jede Frage oder jedes Problem müssen sich die Mentoring-Teams treffen, häufig reicht eine kurze E-Mail oder ein Telefonat.

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5. Wie viel Gestaltungsspielraum haben die Mentoring-Teams während des Mentorings?


Mentoren bzw. Mentorinnen und Mentees sind frei in der Terminplanung und Koordination ihrer Treffen. Die Häufigkeit der Treffen soll für beide Seiten passend sein.
Auch die Inhalte des Mentorings bestimmen die Mentoren oder Mentorinnen und Mentees selbst. Hierbei ist wichtig, dass die Mentoren bei schwierigen Themen (z.B. Traumata) ihre Grenzen kennen und ihren Mentee an professionelle Stellen verweisen, wenn solche Themen aufkommen.

Beim P2P-PLUS Mentoring gibt es drei Gespräche, die fester Bestandteil im Mentoring sind. Bei diesen Gesprächen handelt es sich um das Erstgespräch, das Interkulturelle Gespräch und das Abschlussgespräch.

  • In dem Erstgespräch lernt sich das Team (bestehend aus zwei Mentor/innen und einem Mentee) kennen und klärt die Erwartungen.
  • Das interkulturelle Gespräch hilft dabei, über die eigene und die fremde Kultur zu reflektieren. Für die Mentoren wird zusätzlich einen Workshop zum Thema „Interkulturalität“ angeboten.
  • Das Abschlussgespräch gibt dem Team die Möglichkeit über die gemeinsame Mentoringzeit zu reflektieren und die Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Es handelt sich dabei um ein beidseitiges Feedbackgespräch.

Diese drei Gespräche sollten auf jeden Fall stattfinden, da sie für die Mentoring-Beziehung sehr wichtig sind. Genauere Informationen und Leitfäden zu den Gesprächen erhältst du im Briefing und im Mentoren-Handbuch.nach oben

6. Wie viele Mentees werden von einem Mentor/ einer Mentorin betreut?

Um eine optimale Betreuung der Mentees zu erzielen, betreut ein Mentoren-Team (bestehend aus zwei Mentor/innen) einen Studienanfänger/ eine Studienanfängerin über zwei Semester.  nach oben

7. Was tun, wenn sich Mentor oder Mentee nicht mehr melden?

Versuche zunächst bitte erneut ihn oder sie z.B. telefonisch zu erreichen. Sollte dies erfolglos sein, kontaktiere uns bitte und teile uns mit, was aus deiner Sicht falsch läuft. Wir versuchen dann, dein Problem zu lösen und weitere Schritte einzuleiten (z.B. versuchen wir die Person zu erreichen oder teilen dich sofern gewünscht einem neuen Mentoring-Team zu).

Generell muss kein Mentoring-Team zusammenbleiben, wenn größere Probleme vorliegen oder ihr einfach nicht zusammenpasst. Wenn du also Probleme in einem persönlichen Gespräch mit uns klären möchtest, so bieten wir dir gerne eine persönliche Beratung in unserem Büro an. Nutze unsere Sprechstunde oder vereinbare außerhalb der Sprechzeiten telefonisch oder per E-Mail (p2pmentoring@psy.lmu.de) einen Termin mit uns.

Zu unseren Kontaktdatennach oben

8. Was tun, wenn der Mentee nicht mehr am Hinführungsprogramm teilnehmen oder das Studium abbrechen möchte?

Bitte informiere uns zeitnah darüber, wenn dein/e Mentee sein/ihr Hinführungsprogramm abbrechen möchte oder bereits abgebrochen hat. Wir würden im Anschluss mit dir gerne eine individuelle Lösung finden.
Nutze unsere Sprechstunde oder vereinbare außerhalb der Sprechzeiten telefonisch oder per E-Mail (p2pmentoring@psy.lmu.de) einen Termin mit uns.nach oben

Hast du Fragen, die wir in den FAQs nicht beantworten konnten?
Dann teile sie uns bitte per E-Mail p2pmentoring@psy.lmu.de mit.


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